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27.08.2015

Flüchtlingsprojekt der Handwerkskammer Dortmund eröffnet Zukunftsperspektiven

Gemeinsam mit dem Dortmunder Kammer-Präsident Berthold Schröder habe ich mir heute zwei Betriebe angesehen, in denen jeweils ein junger Flüchtling eine Ausbildung begonnen hat. Die beiden Handwerksbetriebe nehmen an der Ausbildungsinitiative der Handwerkskammer (HWK) Dortmund teil, die vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung für 2015 finanziert wird.  

Die HWK hatte das Pilotprojekt im Frühjahr ins Leben gerufen, um insgesamt 20 Flüchtlingen aus Krisengebieten eine berufliche Perspektive zu geben. Nachdem die Teilnehmer in mehrmonatigen Intensivschulungen auf ihre Ausbildung vorbereitet wurden, haben mittlerweile 15 von ihnen eine Lehre angetreten. Dazu gehört der 22-jährige Yamoussa Sylla aus Guinea, den wir im Schwerter Unternehmen WBG Blechverarbeitungs GmbH besucht haben. Er wird dort zum Metallbauer aus-gebildet. Im Betrieb Uwe Walter in Dortmund, den wir anschließend besucht haben, erlernt Joel Mafuta (30 Jahre) aus dem Kongo das Maler- und Lackiererhandwerk. 

Derartige Projekte sind in der aktuellen Situation genau richtig. Sie ermöglichen den Flüchtlingen ein schnelleres Ankommen und Chancen für die Zukunft. Und die Unternehmer freuen sich über die aufgeschlossenen und engagierten neuen Mitarbeiter. Sie sichern sich mit den Azubis den benötigten qualifizierten Nachwuchs. 

Mit der Reformierung des Bleiberechts haben wir die Rechtsicherheit für Ausbildungsbetriebe und Auszubildende erhöht. Flüchtlinge können nun bei Aufnahme einer Ausbildung eine Duldung erhalten. Diese muss zwar jährlich neu beantragt werden, aber es ist sehr unwahrscheinlich, dass sie nicht verlängert wird. Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung können die Betroffenen einen Aufenthaltsstatus beantragen und somit eine Facharbeitertätigkeit aufnehmen. Ich denke dennoch, dass in den kommenden Monaten weitere Reformen nötig sind, um mehr Flüchtlingen Perspektiven in Deutschland und/oder anschließend in ihrem Heimatland zu eröffnen.

Fotos: HWK Dortmund - Andreas Buck

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