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10.12.2014

Veranstaltung mit Herz für Arbeitnehmer

Dicke Herzen vom Dortmunder Weihnachtsmarkt gab es für die weit angereisten Referenten, die meiner Einladung gefolgt sind. „Gute Arbeit – was heißt das eigentlich?“ wurde gestern auf der Betriebs- und Personalräte-Dialogveranstaltung diskutiert, die ich mit meinem Kollegen Klaus Barthel ausrichtete.

Besonders für Dortmund ist gute Arbeit ein wichtiges Thema. Denn auch wenn die Arbeitslosenzahlen im November auf 12,2% gesunken sind, macht uns doch die hohe Langzeitarbeitslosigkeit zu schaffen. Deswegen sind neben den verabschiedeten bundespolitischen Maßnahmen, wie z.B. der Einführung des Mindestlohns, weitere nötig. Dazu gehören u.a. die Eindämmung von Werkverträgen und Leiharbeit. Klaus Barthel sagte dazu: „Wir brauchen bei der Selbstständigkeit eine Umkehr der Beweislast, damit Arbeitgeber nachweisen müssen, dass es sich bei ihren Beschäftigten um Selbstständige handelt.“ Aber für Städte wie Dortmund benötigen wir vor allem Projekte für einen sozialen Arbeitsmarkt, mit denen wir den Kommunen noch besser unter die Arme greifen können.

Helmut Dittke, vom DGB-Bundesvorstand, referierte über die Herausforderungen, die der DGB aktuell auf dem Arbeitsmarkt sieht. Hinsichtlich des Mindestlohns sagte er: „Es darf keine weiteren Ausnahmen geben und um die Einhaltung sicherzustellen, bedarf es mehr Kontrollen.“

An der anschließenden Diskussion beteiligten sich die rund 50 Teilnehmer, darunter viele Betriebs- und Personalräte. Sie sprachen sich dafür aus, Qualifizierung und Weiterbildung sowie Arbeitsschutz wieder stärker in den Fokus zu rücken. Für andere war wichtig, dass der Mindestlohn zügig erhöht und dass langfristig das Thema Verteilungsgerechtigkeit wieder auf die Tagesordnung gesetzt wird. 

Foto: v.l. Ulrich Piechota (Stadt Dortmund), Helmut Dittke (DGB-Bundesvorstand) und Klaus Barthel, MdB (stellv. Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses)

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