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28.01.2019

Duale Berufsausbildung stärken - Faire Mindestausbildungsvergütung für alle Azubis

Die Attraktivität einer Ausbildung hängt neben Fortbildungs- und Aufstiegsmöglichkeiten auch von einer angemessenen Entlohnung ab. Es ist kein Zufall, dass die Abbrecherquote in einigen Branchen bis zu 50 Prozent und mehr beträgt. Zum Beispiel erhält ein Konditor in Dortmund im ersten Ausbildungsjahr monatlich um die 450 Euro, ein Fotograf sogar nur rund 350 Euro. Dass es mit solchen Vergütungen schwer fällt, junge Menschen für einen Beruf zu begeistern und sie zu guten sowie motivierten Fachkräften auszubilden, liegt auf der Hand.

Daher wollen wir mit einer Mindestausbildungsvergütung die Bezahlung von Azubis deutlich verbessern. Der von Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) ins Gespräch gebrachte Betrag von 504 Euro, der sich am Schüler-Bafög orientiert, ist jedoch bei weitem nicht ausreichend. Denn im Gegensatz zum Schüler-Bafög fallen bei der Ausbildungsvergütung Steuern und Sozialabgaben an. Damit würde ein Azubi trotz ähnlich hoher Beträge am Ende des Tages weniger Geld als ein Schüler haben. Das ist nicht nur ungerecht, sondern widerspricht auch meinem Gedanken, dass berufliche und akademische Ausbildung den gleichen Stellenwert haben müssen. Auch der Parteivorstand der SPD hat in einem Beschluss deutlich gemacht, dass der Vorschlag von Frau Karliczek deutlich zu kurz greift und Nachbesserungen gefordert.

Ich bin für das DGB-Modell, das sich am Tarifdurchschnitt orientiert und jährlich angepasst wird. Zurzeit sähe es eine Vergütung von 635 Euro pro Monat im ersten Ausbildungsjahr vor. Davon könnten auf einen Schlag 160.000 Azubis profitieren.

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