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20.06.2018

Fliesenleger kämpfen für Meisterbrief

Heute diskutierte ich mit Vertretern vom Fachverband Fliesen und Naturstein im Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB) und von der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG Bau) über die aktuelle Situation in der Bauwirtschaft. Sie bemängelten, dass der Beruf des Fliesenlegers durch die Abschaffung des Meisterbriefes nicht mehr wettbewerbsfähig sei und es deutliche Rückgänge bei den Lehrlingszahlen gebe. Insbesondere aber wiesen sie auf den großen Qualitätsverlust durch die "Ein-Mann-Betriebe" hin, die seitdem wie Pilze aus dem Boden schießen würden.

Damit einige Berufe wieder an Attraktivität gewinnen und Verbraucher von qualitativ hochwertigen Leistungen ausgehen können, muss die Wiedereinführung des Meisterbriefes für bestimmte Handwerksgruppen geprüft werden. Dafür hatte ich mich auch in den Koalitionsverhandlungen eingesetzt. Mit einem möglichen Beschluss im Deutschen Bundestag wird im Frühjahr nächsten Jahres gerechnet. Vorher muss es noch Abstimmungen mit den Gewerkschaften und dem Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) geben sowie Gutachten ausgewertet werden.

Zum Hintergrund: 2004 wurde die Handwerksordnung - auch aufgrund der hohen Arbeitslosenquote - novelliert. Damals wurden Meisterbriefe für verschiedene Gewerke abgeschafft, um für mehr Beschäftigung zu sorgen.

(Foto: v.l.n.r.: Jürgen Kullmann, Dietmar Schäfers (IG BAU), Sabine Poschmann (MdB), Karl-Hans Körner, Rudolf Voos)

 

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