Über mich

Bio­gra­fie

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Sabine Poschmann, MdB

Wahl­kreis 143: Dort­mund II

Ich kom­me aus einem sehr sozi­al­de­mo­kra­tisch gepräg­ten Eltern­haus und bin in eher beschei­de­nen Ver­hält­nis­sen auf­ge­wach­sen. Ich war ein typi­sches Sied­lungs­kind, hat­te vie­le Freun­de und habe früh gelernt, mich zu behaup­ten. Das hat mich stark gemacht, aber auch sen­si­bel für die Sor­gen und Nöte der Men­schen im All­tag. Mit der Poli­tik bin ich schon früh in Berüh­rung gekom­men. Mein Vater war haupt­amt­lich bei der SPD beschäf­tigt und mei­ne Mut­ter für die SPD im Stadt­rat. So war ich schon als Kind bei vie­len poli­ti­schen Ver­an­stal­tun­gen dabei, die SPD wur­de früh zu einem Teil mei­ner Fami­lie und ich emp­fand Poli­tik als etwas Selbst­ver­ständ­li­ches und Posi­ti­ves.

Nach mei­nem Real­schul­ab­schluss woll­te ich etwas Hand­fes­tes ler­nen und habe eine Leh­re zur Indus­trie­kauf­frau bei den Dort­mun­der Stadt­wer­ken absol­viert. Dort war ich haupt­säch­lich für die Per­so­nal­ein­satz­pla­nung zustän­dig. Das hat mich erst rich­tig ange­spornt, denn danach hat­te ich Lust, Neu­es zu ent­de­cken und mich wei­ter­zu­bil­den. Also habe ich ein Stu­di­um als Betriebs­wir­tin und ein Auf­bau­stu­di­um ange­hängt. Schon damals war es mir ein Her­zens­an­lie­gen, mich als Jugend- und Aus­zu­bil­den­den­ver­tre­te­rin sowie als Betriebs­rä­tin für die Inter­es­sen der Arbeitnehmer*innen stark zu machen. Anschlie­ßend war ich bei der Dort­mun­der Ener­gie- und Was­ser­ver­sor­gung GmbH (DEW21) — der Ener­gie­toch­ter der Dort­mun­der Stadt­wer­ke — für Grund­satz­fra­gen und Ver­trags­recht ver­ant­wort­lich, spä­ter als Pres­se­spre­che­rin tätig. Zuletzt war ich Regio­nal­ma­na­ge­rin im Bereich Ener­gie- und Unter­neh­mens­stra­te­gie bei DEW21.

Mit Beginn mei­ner Aus­bil­dung 1985 trat ich der SPD bei und arbei­te­te aktiv bei den Jusos mit. Nach­dem ich mich vie­le Jah­re in mei­nem Orts­ver­ein in Apler­beck enga­ga­giert habe und die­sem auch vor­saß, gehör­te ich von 1999 bis 2009 dem Rat der Stadt Dort­mund an. Als jüngs­tes Mit­glied im Rat habe ich zehn Jah­re lang unmit­tel­bar an der Ent­wick­lung unse­rer Stadt mit­wir­ken dür­fen. Mein Anlie­gen damals wie heu­te ist es, einen Rah­men für gute Arbeits­plät­ze zu schaf­fen und Dort­mund auch für die Zukunft lie­bens- und lebens­wert zu gestal­ten. Im Rat war ich von 2004 bis 2009 als stell­ver­tre­ten­de Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de für die Berei­che Wirt­schafts- und Beschäf­ti­gungs­för­de­rung sowie Umwelt, Stadt­ent­wick­lung und Woh­nen zustän­dig. Von 2010 bis 2014 war ich Vor­sit­zen­de des SPD-Stadt­be­zirks Apler­beck und gehö­re seit 2012 dem Unter­be­zirks­vor­stand Dort­mund an.

2013 schenk­ten mir die Dortmunder:innen erst­mals ihr Ver­trau­en und sand­ten mich als Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te nach Ber­lin. 2017 wur­de ich erneut direkt gewählt. In den ers­ten zwei Wahl­pe­ri­oden waren Wirt­schafts­the­men mein Schwer­punkt. Für die­sen Bereich war ich von 2015 bis 2021 stell­ver­tre­ten­de wirt­schafts­po­li­ti­sche Spre­che­rin sowie Mit­tel­stands- und Hand­werks­be­auf­trag­te der SPD-Bun­des­tags­frak­ti­on. Ich habe Wirt­schaft immer auch aus der Per­spek­ti­ve der Beschäf­tig­ten betrach­tet: Gute und fair bezahl­te Arbeits­plät­ze sind und blei­ben für mich das A und O.

Nach­dem ich 2021 erneut in den Bun­des­tag ein­zie­hen konn­te, hat mich mei­ne Frak­ti­on zur sport­po­li­ti­schen Spre­che­rin gewählt. Sport war schon immer ein Ste­cken­pferd von mir und ich freue mich, dass ich mich nun im Sport­aus­schuss poli­tisch um das The­ma küm­mern kann. Bereits im Wirt­schafts­aus­schuss hat­te ich die Mit­be­ra­tung für die Sport­the­men über­nom­men. Die Auf­ga­be passt zudem per­fekt zu mei­nem Wahl­kreis, denn Dort­mund ist mit 150.000 in Ver­ei­nen akti­ven Sportler:innen eine abso­lu­te Sport­stadt. Beson­ders ver­bun­den bin ich dem Brei­ten­sport — ich war immer ger­ne und häu­fig bei den Ver­ei­nen vor Ort, ob beim Blin­den­fuß­ball oder bei Herz­sport­grup­pen. Auch der Frau­en­sport liegt mir sehr am Her­zen. Und zu guter Letzt geht es natür­lich auch dar­um, den Spit­zen­sport in Deutsch­land zu stär­ken. Neben dem Sport­aus­schuss bin ich auch wei­ter­hin Mit­glied im Wirt­schafts­aus­schuss.

Die Arbeit in Ber­lin macht mir viel Spaß, am liebs­ten bin ich aber immer noch in mei­nem Wahl­kreis unter­wegs und tref­fe die unter­schied­lichs­ten Men­schen. Mit mei­nem Mann und mei­nem Sohn woh­ne ich in Apler­beck. Als Dort­mun­de­rin fie­be­re ich natür­lich mit, wenn der BVB spielt. Zum Spiel sel­ber schaf­fe ich es lei­der sel­ten.